Wieder einmal stellte ich mir im vergangenen Winter die Frage, es mit dem Rennsport doch etwas entspannter angehen zu lassen. Aber nein, nein, nein – ich finde mich auch 2010 noch und wieder auf der Rennstrecke. Zwar sicher nicht mehr so ganz weit vorne in den Ergebnislisten, denn mit 6-10 Stunden Trainingsaufwand pro Woche ist nicht mehr drin. Aber immer noch mit viel Spass und Freude. Und gute Gründe für das Biken gibt es ja genug: nach einem anstrengenden Büroalltag die Birne zu lüften, am Wochenende durch und über den Schwarzwald zu heizen, die Natur zu erleben, die Trails an der Albkante hoch und runter zu rocken oder nach fast 5 Stunden und einem Durchschnittspuls von 168 Schlägen pro Minute müde und erschöpft, dafür aber einfach glücklich die Ziellinie zu überqueren ....
Bleibt gesund und munter – allseits happy Trails und einen guten Flow!
Roland oder Tanner
... races to come
08. August – Sigma Sport MTB Marathon in Neustadt a.d.W.
21. August – 21. Ausgabe des Grand Raid, Verbier-Grimentz, 145km mit 5800HM, www.grand-raid.ch
Keiler-Bike-Marathon, 01. August – auf der Jagd nach der Sau, Rang 12
Ein Loblied auf den Keiler – jaha, auch der Ausflug in diesem Jahr an den Main hat wieder Spass gemacht. So eine feine Strecke, angefangen vom Start wegen hinauf zum Neustädter Tor bis zum super Ziel-Downhill. MTB wie es sein soll, gelle! Sportlich schlug ich mich auf den 88km mit 2300 Höhenmeter sehr tapfer – am Ende der 12. Rang in einer Zeit von 3h54min.
BIKE-Transalp von Füssen nach Riva, 17.-24. Juli 2010 – Grandios!
Meine 2. Transalp – und auch wie 2005 erreichte ich nach 8 Etappen durch die Bergwelt das Ziel in Riva del Garda. 600km mit knapp 20.000 Höhenmeter legten Eva und Ich dabei zurück, die Fahrzeit von etwas mehr als 44 Stunden brachte uns einen grandiosen 34. Platz in der Mixed-Kategorie. Wobei die Platzierung nebensächlich war – wichtig war für uns nur das Ankommen. Yesssss! Es bleiben zurück viele, traumhafte Erinnerungen. Beispielsweise der Blick vom Idjoch über die Bergwelt, die Fahrt durch das Engadin nach Scoul, die gesamte vierte Etappen (der Himmel auf Erden), die Trails von Livigno, die 5. Etappe mit 8h15min Fahrzeit, der Blick auf die Brenta und den Gardaseeee .... Fotos hier auf der Page!
Albstadt-Bikemarathon – beste Saisonleistung 2010
Es ist Juli und an diesem Samstag war es heiß. Runde 30 Grad zeigte das Thermometer beim Start zum Albstadt-Bikemarathon, der sich wie immer sehr großer Beliebtheit erfreut!
Mehr als 3000 Teilnehmer machten sich um die Mittagszeit auf die mit 1860 Höhenmetern garnierten 86km über die schwäbische Alb. Für mich war Albstadt schon immer ein gutes Pflaster, auch dieses Jahr konnte ich mich sehr gut in Szene setzen. Zum Ende hin bin ich allerdings verdurstet, mit Betreuung an der Strecke wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen. Es war ein massiver Wettbewerbsnachteil, keine Verpflegung etc an der Strecke zu haben. Anyway, feine Leistung, am Ende in 3h16min der 38 Platz im Gesamtklassement.
Spessart-Bike in Frammersbach – eine Stunde zu lang
Endlich Sommer – das MTB Race in Frammersbach brachte für mich das erste komplett trockene Race bei spommerlichen Temperaturen. Das Rennen war weit besser besetzt als im Vorjahr, von daher war eine Top 20 – Platzierung nicht realistisch. Aber egal – etwas müde bestritt ich die erste Stunde – dann kam ich besser in Fahrt. Zu Ende der 1. Runde konnte ich mich dann mit einem schnellen Mitstreiter Gruppe um Gruppe nach vorne fahren. Nach 4 Stunden Renndauer zog es mir dann beim Anstieg hinauf zum Stausee den Stecker. Und so ging es wieder und (leider) nach hinten. Gut bedient kämpfte ich mich nach 4h55 auf Rang 37 ins Ziel. Naja ... aber es fehlen mir einfach die langen Einheiten um diese 117km mit 3100 Höhenmeter stabiler zu bestreiten.
Black-Forest Ultra Bike in Kirchzarten – immer wieder gerne
Der Schwarzwald und insbesonder Kirchzarten sind für mich immer eine Reise wert. Südbaden ist eine MTB-Hochburg, auch durch eine perfekte Organisation standen bei kaltem und regnerischen Wetter mittlerweile 5300! Teilnehmer am Start der vier Strecken. Wie im letzten Jahr ging es für mich auf die 88km mit 2300 Höhenmeter von Hinterzarten nach Kirchzarten. Jo, es war kalt und anfangs auch richtig schnell in der Spitzengruppe. Beim ersten steilen Anstieg verabschiedete ich mich von der Spitzengruppe und fuhr mein eigenes Race. Und das sehr erfolgreich. Auf Rang 2 der Senioren-Klasse (Rang 10 Overall) erreichte ich nach 3h33min das Ziel in Kirchzarten. Yes!
Bike-Trans-Germany, die Fahrt durch 3 Jahreszeiten
Vom 02. – 05. Juni ging das viertägige Bike-Etappenrennen von Garmisch-Partenkirchen nach Bregenz über die Bühne. Zwischen der Zugspitze und dem Bodensee lagen insgesamt rund 280km mit rund 7500 Höhenmetern für die 1250 Teilnehmer. Ich wollte unter die Top 50 und durch 4 intensive Belastungstage meine Form auf das nächste Level bringen. Ziel 1 verfehlte ich, Ziel 2 konnte ich realisieren. Der erste Tag war für mich einfach nur ekelhaft. Es goß wie aus Kübeln, das Thermometer zeigte 8 Grad an beim Start um 11 Uhr. Mir war bald zu kalt, bei halber Strecke auf der Ehrwalder Alm und 4 Grad lag meiner Körperkerntemperatur bei 34 Grad. Nun denn, ich kämpfte mich ins Ziel – auf Rang 82. Von Tag zu Tag ging es dann besser für mich und ich schrammte jeweils knapp an den Top50 vorbei. Das Ziel in Bregenz erreichte ich bei 27 Grad in einer Zeit von 11h59min auf Rang 60. Das geht in Orndung. Ergebnisse: Ergebnisse: http://services.datasport.com/2010/mtb/transgermany/etappe4/CUP061.HTM
Hauptsche Bergauf – MTB Bergrennen in Bühlertal
Jaha, eine Laktatspülung vom Feinsten gab es im Rahmen des Bergrennens in Bühltertal. Dort verteilen sich 950 Höhenmeter auf die 11km vom Ortskern von Bühlertal hinauf auf den Mehliskopfturm mit Premiumsicht auf die wunderschönen Berge des nördlichen Schwarzwaldes. Das Teilnehmerfeld in der Lizenzklasse war 50 Mann stark – ich kam ganz gut vom Start weg und schlug mich auch sehr gut. Nach etwas mehr als 43 Minuten erreichte ich auf Rang 28 das Ziel. Fein!
Meine MTB-Rennpremiere 2010 brachte mir bei der Hatz über die schwäbische Alb in einem stark besetzen Rennen nach 42km mit ca. 900 Höhenmeter nach 1h41min den 19. Platz ein. Darauf lässt sich doch aufbauen ...
Ein Rennen der besonderen Art – der „Schwarzwälder Rucksacklauf“
Warum stand ich an jenem Morgen im Februar 2010 am Start zur Rucksacklauf von Schonach an den Belchen? Weil ein richtiger Schwarzwälder dieses sportliche Event einmal in seinem Leben bestreiten muss. Und Langlaufen ja durchaus eine beliebte und auch positive Trainingsalternative für alle Radfahrer darstellt. Und mit meinen 16 (in Worten: sechszehn) Trainingsstunden war ich auch durchaus bestens vorbereitet. Mit 329 Startern stand ich am Start, nach 6h30min erreichte ich völlig erschöpft und kaputt auf Rang 150 das 60km-Ziel in Hinterzarten. Nicht geplant war ein Stockbruch nach 5km – zum Glück bekam ich bei km 12 einen Ersatz. Dann ging es weiter und je länger es ging, umso beschwerlicher wurde die Veranstaltung. Heilfroh erreichte ich den Thurner und so konnte ich dann bald die Abfahrt nach Hinterzarten genießen. Meinen größten Respekt an alle, die bei der Kälte und dem Wind das Ziel erreicht haben. 2011 bin ich wieder dabei ....